Interview zum ARO-Mentoring-Programm 2025

Mentee Dr. med. Felix Grabenbauer berichtet im Interview mit Mentor PD Dr. med. Daniel F. Fleischmann vom ARO-Mentoring-Day 2025

Wo arbeiten Sie und was sind Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte?

Ich arbeite am Universitätsklinikum Erlangen und bin aktuell im 6. Weiterbildungsjahr zum Facharzt für Strahlentherapie. Im vergangenen Jahr habe ich, inspiriert von Frau Prof. Semrau, begonnen, mich intensiv mit dem Thema Weichteilsarkome auseinanderzusetzen. Derzeit führe ich eine translationale Untersuchung zur neoadjuvanten Therapie des Weichteilsarkoms durch.

Wie sind Sie auf den ARO-Mentoring-Day aufmerksam geworden?

Mit meinem Wechsel an das Universitätsklinikum Erlangen hat mich ein Kollege sehr für eine Mitgliedschaft bei der jDEGRO begeistert. Dort engagiere ich mich nun seit etwa zwei Jahren. Über die informationskanäle der jDEGRO bin ich dann auf den "joint study call" von jDEGRO und yDGN aufmerksam geworden (darüber läuft mein Forschungsprojekt RACsoft) - und schließlich auch auf das ARO-Mentoring. So kam es, dass ich in diesem Jahr erstmals teilgenommen habe.

Wie würden Sie jemandem, der den ARO-Mentoring-Day noch nicht kennt, diesen beschreiben?

Der ARO-Mentoring-Day ist eine einzigartige Gelegenheit, in sehr persönlicher Atmosphäre mit führenden Persönlichkeiten unseres Fachs in Kontakt zu treten. Es ist kein klassisches Symposium mit reinen Vorträgen, sondern ein direkter Austausch mit erfahrenen OberärztInnen und ProfessorInnen. Für mich war es so, als hätte man der Kamera ein Weitwinkel-Objektiv aufgesetzt – plötzlich eröffnete sich ein viel breiterer Blick auf die Möglichkeiten in Klinik, Wissenschaft und Karriereplanung.

Wovon haben Sie am meisten profitiert?

Am meisten profitiert habe ich vom offenen Dialog mit den MentorInnen. Besonders inspirierend war für mich persönlich der Austausch mit Frau Prof. Nestle und Herrn Prof. Fokas. In kleinen Gesprächsrunden entstanden ganz spontan Diskussionen über aktuelle und vergangene Studienplanungen – unter anderem über die ACO/ARO/AIO-22 Studie sowie die Rolle der Brachytherapie beim Rektumkarzinom. Diese Gespräche haben mir verdeutlicht, wie nah wir AssistenzärztInnen an die aktuellen Entwicklungen der klinischen Forschung herangeführt werden können.

Wie lief die Mentor-Mentee Interaktion bei Ihnen ab?

Sehr direkt und unkompliziert. Es war ausdrücklich erwünscht, Fragen zu stellen und eigne Gedanken einzubringen. Die MentorInnen haben uns nicht nur über Ihre Projekte informiert, sondern auch ehrlich über Chancen und Herausforderungen einer wissenschaftlichen Laufbahn gesprochen. Es war ein Miteinander auf Augenhöhe, was ich als extrem motivierend empfand.

Welche Vorteile sehen Sie im Format des ARO-Mentoring-Days?

Der größte Vorteil ist, dass hier wirklich ein persönlicher Zugang geschaffen wird. Man kann die MentorInnen in einem geschützten Rahmen ansprechen, ohne die Hemmschwelle eines großen Kongresses. Dazu kommt der Einblick in die Möglichkeiten klinischer Studien – man versteht plötzlich, welche Türen sich durch wissenschaftliches Engagement öffnen können. Dieses Format ist also nicht nur karrierefördernd, sondern auch ein Anstoß, über den eigenen klinischen Alltag hinauszudenken.

Würden Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen empfehlen, am ARO-Mentoring-Day teilzunehmen?

Unbedingt! Ich würde es jeder jungen Kollegin und jedem jungen Kollegen ans Herz legen. Es ist eine einmalige Chance, von der Erfahrung und dem Wissen angesehener OberärztInnen und ProfessorInnen direkt zu profitieren. Der Tag motiviert, selbst aktiv zu werden, sei es in der klinischen Forschung oder in der eigenen Karriereplanung. Für mich war es ein echter Booster an Inspiration und Energie.